Ehrung von Schülerinnen mit Kopftuch in der Türkei

In der türkischen Stadt Viranşehir im Landkreis Sanliurfa (Südosttürkei) hat der Moscheenverein der Stadt, der auch Mitglied einer Organisation für Menschenrechte und Freiheit ist, Schülerinnen mit islamischer Bekleidung gewürdigt.
Der Vorsitzende Mehmet Kaya überreichte den jungen Mädchen bei einer Feierlichkeit Urkunden und bescheinigte ihnen außerordentlichen Mut:

“Es ist sehr ehrenhaft, dass ihr euch vor den Sünden schützt und trotz des Drucks in der Gesellschaft die islamische Bekleidung für euch gewählt habt. Obwohl ihr so jung seid, sollen eure Entschlossenheit und Aufopferung von Allah grenzenlos belohnt werden.”

Ein weiterer Vertreter der Moscheegemeinde betonte:

“Es ist unmoralisch an Schulen eine einheitliche Kleiderordnung einführen zu wollen. Es ist nicht vertretbar, dass man das Kopftuch bekämpft, wo es doch ein religiöses Gebot für Frauen ist, sich islamisch zu bekleiden.”

Der Vorsitzende der Organisation für Menschenrechte und Freiheit, Abdullah Çelik, sagte:

“Willkürlicher und ideologischer Druck gegen die freie Entfaltung sind nicht rechtens. Wir stehen den Mädchen zur Seite, die mit einem Kopftuch zur Schule gehen möchten.”

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