Die Muslimisch Demokratische Union – Ein Feind der Demokratie?

“Die Muslime in einem Land sollten ihr Möglichstes tun, die islamische Sharia zu bringen.” Dieser Satz geht aus einer Fatwa (Rechtsgutachten) hervor, die von einer Partei in Deutschland offen und unbehelligt auf ihrer Internetseite veröffentlicht wird.
Es handelt sich um die im Oktober 2010 gegründete Partei MDU, Muslimisch Demokratische Union, die ihre Aufgabe darin sieht, die Lebensumstände der Muslime in Deutschland zu verbessern und die islamische Moral und Ethik in die Parlamente zu tragen.

Laut ihrer Satzung ist ihr Tätigkeitsbereich die Bundesrepublik Deutschland und Europa.
Am 1. Juli 2012 wurde der Landesverband in Nordrhein-Westfalen gegründet, dessen Landesvorsitzender Bilal Uwe Wilbert (Konvertit und freier Künstler) ist.

Auf ihrer Internetseite erklärt die MDU: “Da wir öfters Diskussionen über Demokratie und Islam haben, suchten wir nach einer Fatwa von Rechtsgelehrten.”

Das Ergebnis präsentiert der Partei-Mitbegründer und Inhaber einer Kampfschule, Erhat Toka, in einer mehrsprachigen PDF-Datei. Dort heißt es zunächst einmal:

“[… ] das demokratische System ist gegen den Islam. Ihn zu akzeptieren und mit seinen Prinzipien zu arbeiten, ergibt die Gefahr, vom Islam abzufallen.”

Die nachfolgende Aussage bietet nun eine Lösung um das Problem zu beheben:

“[…] die Teilnahme an Wahlen islamisch verpflichtend (Farz). Wir sollten denjenigen, von dem wir denken, dass er gut für die Sache ist, ernennen. […] Es ist nur dann erlaubt, wenn er beabsicht, die Regierung in eine Regierung zu wandeln, in dem nach den Gesetzen des Islam regiert wird.”

Ein Moslem darf also, laut dieser Fatwa, nur wählen um das islamische Recht zu implentieren. Und die MDU bietet sogleich die passende Stelle, warum sie in Zukunft gewählt werden sollten und keine andere Partei:

“Es ist für einen Muslim nicht zulässig, sich in einem System als Kandidat aufzustellen, in dem nicht nach dem Offenbarten und Gesetzen Allah´s regiert wird. Es ist einem Muslim nicht erlaubt, für jemanden in dieser Regierung zu stimmen.”

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