Frauen ohne Grenzen

Frauen ohne Grenzen - Serap CileliBesonders Migrantinnen und Migranten gehören zu einer wachsende Anzahl von Jugendlichen ohne weiterführende Bildung, Lehre oder Arbeitsstelle. Im Rahmen der Veranstaltung »Aus-gebildet? – Aus-geblendet?« lädt die Frauenhilfsorganisation »Frauen ohne Grenzen« u.a. Necla Kelek, Seyran Ates und mich zu Impulsvorträgen ein.

Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren müssen sich entscheiden, ob sie ihre Schulbildung fortsetzen, eine Ausbildung machen oder Arbeit suchen. Eine schwierige Phase, in der die jungen Menschen sehr von ihrem schulischen und familiären Umfeld beeinflusst werden. Dieser Wendepunkt stellt nicht nur für die jungen Menschen eine Herausforderung dar, sondern für die Gesellschaft als Ganzes, weil es darum geht, eine Generation in die Zukunft zu begleiten. In eine Zukunft, die ihren Talenten und Interessen entspricht. Interkulturelle Kompetenz und Sensibilität sind Teil der notwendigen Rahmenbedingungen, um die junge Generation für die Herausforderungen im persönlichen und beruflichen Alltag zu stärken.

Im Rahmen der Veranstaltung sollen Strategien diskutiert werden, die es den jungen Menschen mit Migrationshintergrund ermöglichen, die kritischen Wendepunkte in ihrem Leben zu bewältigen. Wo liegen die Blockierungen, vor allem für die Mädchen? Welche Maßnahmen wären förderlich? Wo liegen die Herausforderungen der interkulturellen Berufsorientierung?

Termin und Ort:

09. Januar 2013
Festsaal der Diplomatischen Akademie Wien
Favoritenstraße 15a
1040 Wien

Anmeldung bis 08. Janur 2013 unter: office(at)frauen-ohne-grenzen.org

Programn:

14.00 Begrüßung

Edit Schlaffer, Gründerin und Vorsitzende von Frauen ohne Grenzen

Moderation

Corinna Milborn, preisgekrönte Journalistin und Moderatorin Wien

14.20 Impulsreferate

Necla Kelek: »Integration durch Qualifizierung – Situation muslimischer Mädchen/Frauen
in Theorie und Praxis«

Seyran Ates: »Transkulturelle Identität als Bildungschance«

Serap Cileli: »Die Großbaustellen der Integration: Sprache, Bildung/Ausbildung und Arbeitsmarkt!«

15.20 Wrap up und Diskussion am Podium mit Beiträgen von

Gudrun Biffl
Manfred Zentner
Ali Ordubadi

16.00 Kaffeepause

16.30 Publikumsdiskussion

17.15 Zusammenfassung und Ausblick

Edit Schlaffer

Expertinnen und Experten

Seyran Ates ist Autorin und Rechtsanwältin aus Berlin. Sie war Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und nahm am Integrationsgipfel der Bundesregierung teil. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, dem Verdienstorden des Landes Berlin und dem Berliner Frauenpreis. Zuletzt erschien ihr Buch »Der Islam braucht eine sexuelle Revolution«.

Serap Cileli ist Autorin und Menschenrechtsaktivistin (www.cileli.de). Sie setzt sich für die Rechte muslimischer Frauen ein. 2005 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 2008 gründete sie den Verein peri – Verein für Menschenrechte und Integration e.V (www.peri-ev.de). Sie ist Autorin von »Eure Ehre – unser Leid. Ich kämpfe gegen Zwangsehe und Ehrenmord«.

Necla Kelek ist Soziologin und Autorin aus Berlin. Sie war von 2005 – 2009 ständiges Mitglied der Deutschen Islam-Konferenz und ist Mitglied des Senats der Deutschen Nationalstiftung. Für Ihre Bücher, zuletzt »Hurriya heißt Freiheit – Die arabische Revolte und die Frauen – eine Reise durch Ägypten, Tunesien und Marokko« und ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Geschwister-Scholl Preis und zuletzt mit dem »Freiheitspreis« 2011.

Gudrun Biffl ist Leiterin des Zentrums für Migration, Integration und Sicherheit an der Donau Universität Krems. Sie veröffentlichte zahlreiche Studien und Artikel zum Thema Migration und Bildung.

Ali Ordubadi ist Jurist und Diversity Beauftragter beim Arbeitsmarktservice Wien. Nebenbei ist er selbstständig als Unternehmensberater und akkreditierter Wirtschaftstrainer tätig.

Manfred Zentner ist am Institut für Jugendkulturforschung tätig. Er arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Jugendforschung, seine Beiträge zur Erforschung jugendkultureller Szenen sind international

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