Muslimische Jugendliche spielen Sittenpolizei

Scharia für Großbritannien - Serap CileliWelt-Online: In Großbritannien formiert sich offenbar eine Gruppe von islamischen Jugendlichen, die dem »sündigen« Treiben in London Einhalt gebieten wollen. Sie bilden eine Art Bürgerwehr, die in Selbstjustiz-Manier, versteckt unter Kapuzen, Menschen »die Allah beleidigen« aus der Umgebung von Moscheen vertreiben.

Die Gruppe behauptet von sich Sittenreinheit und Tugendhaftigkeit zu verteidigen und verfolgen nichts anderes als das Ziel, die Scharia durchzusetzen und ihre Wohngebiete für »rein« zu erklären, gereinigt von allen Kufurs, den Ungläubigen.

Offenbar kursieren Video-Clips im Internet, die die muslimische Bürgerwehr in »Aktion« zeigen. Untermalt mit den rhythmisch skandierten Versen des Koran hört man wie mehrere Stimmen die Vorbeigehenden anschreien. »Dies ist eine Muslimgegend, verschwindet aus der Nähe der Moschee.« Eine Frau im Minirock wird mit Beschimpfungen, sie dürfe sich in der Nähe einer Moschee nicht so kleiden, zum Verschwinden aufgefordert.

Die vermummten Jugendlichen betonen selbstbewusst: »Ist uns vollkommen egal, ob ihr entsetzt seid. Dies ist kein so großes Britannien. Wir respektieren niemanden, der Gott nicht gehorcht.«

Es handelt sich offenbar um Abspaltungen der seit Langem verbotenen islamistischen Sekte al-Muhajiroun, die unter diversen Decknamen weiter existiert. Auch zu der in Deutschland im Sommer 2012 verbotenen Millatu Ibrahim, einem salafistischen Zweig des fundamentalistischen Netzwerkes, bestehen Beziehungen.

Mohammed Shafiq, der Vorsitzende der Ramadan-Stiftung verurteilt die selbst ernannten Tugendwächter: »Wir leben im Vereinigten Königreich, wo Gesetze gelten, nicht der Mob. Da liegt ein beunruhigendes Phänomen vor.«

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