Sex-Jihad: Prostitution im Namen Allahs

Sex-JihadDer Jihad zählt zu den Grundgeboten des islamischen Glaubens und umschreibt den diffusen Kampf um „die Sache Gottes“. In ihrer neuzeitlichen und fundamentalistischen Definition bedeutet das in der Regel „der Kampf gegen die Ungläubigen“, bis der Islam die beherrschende Religion ist. Zur sexuellen Befriedigung der „Gotteskrieger“ stehen junge Frauen zur Verfügung, die ihren Körper dem „Heiligen Krieg“ opfern (müssen). Aktuell in Syrien werden diese „Ehen auf Zeit“ zu Tausenden vollzogen.

Beim Gedanken an die Mudschahidin (Glaubenskrieger) schießen einem unweigerlich oft stereotypische Vorstellungen in den Kopf: Junge Männer mit Vollbart, landestypische Kopfbedeckungen und lange Obergewänder über einem Beinkleid. In Wahrheit tragen manche dieser Mudschahidin auch westliche Kleidung als Tarnung und leben mitten unter uns. In jedem Fall sind sie jedoch stets immer Männer! Stimmt das?

Die Pflicht zum Heilen Krieg gilt auch für Frauen

Frauen gebären, erziehen und verpflegen die zukünftigen Märtyrer nicht nur, sondern sie stellen auch ihre Körper in den Dienst „der höheren Sache“. Nach Angaben des tunesischen Ministeriums für Frauen  würden zunehmend immer mehr Frauen nach Syrien in den „Heiligen Kriegen“ reisen und den „Glaubenskriegern“ ihr sexuellen Dienste anbieten: Der Sex-Jihad“ oder auch „Jihad Al-Nikah“ genannt. So sollen manche Frauen mit bis zu 100 Militanten sexuelle Beziehungen eingegangen sein, um auf diese Weise ihren gerechten Platz im Paradies zu „verdienen“.

Manche von ihnen sind kaum 13 Jahre alt und stammen meist aus Afghanistan, Irak, Tunesien und Syrien. Das tunesische Ministerium beklagt, dass viele dieser Frauen nach ihrem „Syrieneinsatz“ schwanger zurückkehren. Aus diesem Grund würden verstärkt Grenzkontrollen durchgeführt, um die Flut von „Sex-Reisen“ nach Syrien zu stoppen. Die Meisten reisen für den „heiligen Sex-Krieg“ nach Syrien über die türkischen und libanesischen Grenzen. Die Reisekosten für die „Freiwilligen“ werden laut Berichten der UNO mit Geldern aus Katar bezahlt.

Jihad Al-Nikah: Die Ehe auf Zeit

Das Wort „Nikah“ bedeutet im eigentlichen Sinn „Ehe“ oder Vermählung. Die Kombination mit dem „Jihad“ soll fundamentalistischen Kriegern eine Kurzehe im Kampfeinsatz ermöglichen, damit ihre männlichen Urtriebe befriedigt werden und sie sich vollkommen dem „Heiligen Krieg“ widmen können.

Ende August berichtete die iranische staatliche Nachrichtenagentur  „Fars News“ von einem islamischen Rechtsgutachten (Fatwa), das den „heiligen Kriegern“ die Zeitehe erlaube. Diese Fatwa wird dem saudischen Scheich Muhammad al-Arifi zugeschrieben, dessen Lehren in der muslimischen Welt hoch angesehen sind und der wegen seinen extremistischen Ansichten nicht in die Schweiz einreisen darf.

So werden junge Frauen „eingeladen“, ihrer Pflicht als „wahre Muslimin“ nachzukommen und ihren Beitrag für den Jihad in Syrien zu leisten.

Allerdings scheiden sich die Geister hinsichtlich der Legitimität und Auslegung von Zeitehen. Sowohl bei den Shiiten als auch bei den Sunniten ist dieses Modell bekannt und bezieht sich im Koran auf die Sure 4, Vers 24. Es gibt islamische Gelehrte, die solch eine temporäre Verbindung als erlaubt betrachten, da die Zeitspanne zwischen wenigen Minuten und vielen Jahren liegen kann und somit eine Möglichkeit geschaffen sei, um eine Ehe mit beispielsweise Juden und Christen eingehen zu können. Allerdings müsse die Frau dabei „gerecht entlohnt“ werden. Der Missbrauch im Sinne einer Prostitution hingegen wird abgelehnt. Dass das aber am Resultat nichts ändert, stößt auf taube Ohren.

Finanziert das Ausland den Sex-Jihad?

Derzeit kursiert ein TV-Interview mit der erst 16-jährigen Rawan Milad Al-Dah im Internet (siehe unten), die ihr tragisches Schicksal als Opfer des Sex-Jihad im syrischen Staatssender „Syrian News Channel“ erzählt. Ihr eigener Vater Milad Moussa Al-Dah soll sie der syrischen Oppositionsgruppe „Freie Syrische Armee“ (FSA) ausgeliefert haben. Die Soldaten der FSA seien täglich in ihr Haus gekommen und sie mit dem Einverständnis ihrer Familie immer wieder vergewaltigt haben. Ihr Vater habe versucht sie stets zu beruhigen und erklärte, dass alles gut sei und der Geschlechtsverkehr mit den Mudschahidin eine gute Tat im Sinne Allahs wäre und all ihre Sünden bereinige.

Die FSA ist eins der größten Oppositionsgruppen im syrischen Bürgerkrieg die gegen Diktator Baschar al-Assad kämpfen. In ihrem Heiligen Krieg wurde die FSA nach eigenen Angaben vom türkischen Geheimdienst bewaffnet und trainiert.  Auch Saudi-Arabien, Katar  und die USA  stehen auf der Liste der Finanziers und Unterstützer der Freien Syrischen Armee. Auch Deutschland spielt im Syrienkrieg bei der Unterstützung der Rebellen eine größere Rolle, als es nach Außen zugegeben wird.

Indes hat die Freie Syrische Armee zu der Anschuldigung Stellung bezogen und streitet alle Vorwürfe ab. Die Beschuldigung sei nichts weiter als eine medial inszenierte Schmutzkampagne.

Die 16-jährige Rawan Milad Al-Dah, die mutmaßlich von ihrem Vater zum Sex-Jihad gezwungen wurde, konnte mittlerweile von Truppen des Assadregimes in Gewahrsam genommen werden und befindet sich seither in staatlicher Obhut.

Share