Menschen zweiter Klasse?

TestbildGastbeitrag von RA Brigitta Biehl:
Sehr geehrte Frau Topcu,

als ich Ihren Artikel „Sehnsucht und Wut“ in der ZEIT vom 8. Mai 2013 gelesen habe, konnte ich nicht umhin, Vergleiche zu ziehen zu einem von den überregionalen Medien weitgehend unbeachteten Gerichtsverfahren in Hagen, das ich seit Anfang März als Vertreterin des Menschenrechtsvereins peri e.V. beobachte. Weiterlesen

„Ehrenmorde sind bei den Arabern üblich“

Iptehal HagenAm zwölften Verhandlungstag wurden einige Sachverständige sowie zwei Zeugen vorgeladen, die weitere Erkenntnisse im Fall der ermordeten Kurdin Iptehal liefern sollten. Beim ersten Sachverständigen handelte es sich um eine Rechtsmedizinerin, die aufgrund der Spurenlage bestätigte, dass der Fundort der Leiche auch gleichzeitig der Tatort war. Ihre Ermittlungen ergaben weiterhin, dass Iptehal wohl eine liegende, allenfalls sitzende oder kniende Position einnahm, als die tödlichen Schüsse abgefeuert wurden. Weiterlesen

Peri e. V. lehnt nach wie vor Gedenkstein für Arzu Özmen auf dem Friedhof ab

Peri e. V. lehnt nach wie vor Gedenkstein für Arzu Özmen auf dem Friedhof abPeri e.V. hat als erste Initiative den Antrag gestellt, einen würdevollen Gedenkstein für die ermordete Arzu Özmen, an einem angemessenen, öffentlichen Ort zu stiften. Inzwischen müssen wir als Verein die Erfahrung machen, vom Mitwirken an der Gedenksteinfrage gänzlich ausgeschlossen zu werden. Weiterlesen

Iptehal ahnte ihre Ermordung

Iptehal HagenIm August 2008 wird die erst 20-jährige Iptehal von ihrer eigenen Familie ermordet. Als Tatmotiv gilt die Wiederherstellung der Familienehre, weil Iptehal ein zu westliches Leben geführt habe. Seit dem 15. März 2013 stehen Familienmitglieder vor Gericht und müssen sich verantworten. Mein Verein peri e.V. war wieder vor Ort, um den Fall für uns zu dokumentieren. Dritte Gerichtsreportage jetzt lesen! Weiterlesen

Mein Name ist Bahar und ich bin eine lesbische Muslimin

Mein Name ist Bahar und ich bin eine lesbische Muslimin Ich bin eine türkische Lesbe und habe mich geoutet. Jahrelang habe ich ein Doppelleben geführt, ohne bemerkt zu werden. Als ich 20 Jahre alt war, habe ich diesen Teufelskreis durchbrochen und kämpfe seit dem hart für meine Existenzberechtigung. Ich entschied mich mein Elternhaus zu verlassen und schlug den steinigen Weg der Konfrontation mit meiner Umwelt ein. Weiterlesen

Schweiz: Schärfere Massnahmen gegen Zwangsheirat

Schärfere Massnahmen gegen Zwangsheirat in der SchweizDer Bundesrat hat am Mittwoch das Bundesgesetz über Massnahmen gegen Zwangsheiraten auf den 1. Juli 2013 in Kraft gesetzt. Die Vorlage beinhaltet Änderungen in verschiedenen Gesetzen und wird flankiert durch Anpassungen in bestehenden Verordnungen. Demnach ist eine Ehe, die unter Zwang geschlossen wurde, in Zukunft von Amtes wegen für ungültig zu erklären. Das Gleiche gilt für die eingetragene Partnerschaft. Zudem greifen schärfere Strafbestimmungen. Weiterlesen

Gerichtsbeobachtungen zum Ehrenmord-Prozess im Fall Iptehal Z.

Landgericht HagenDer Prozess im Ehrenmord-Fall Iptehal hat am 15. März 2013 vor dem Landgericht Hagen begonnen. Angeklagt sind Iptehals Mutter, Asysa K., ihr Bruder Hüsein K. und ihre beiden Onkel Hussain K. und Mohamad A. Das Publikumsinteresse am ersten Prozesstag war gering, womöglich weil die Tat bereits rund 5 Jahre zurückliegt. Weiterlesen

Ich fordere Gerechtigkeit für Iptehal

Ehrenmord an IptehalIm August 2008 wird die erst 20-jährige Iptehal von ihrer eigenen Familie ermordet. Der Fall wird als der »Mord an der A45« deutschlandweit bekannt. Als Tatmotiv gilt die Wiederherstellung der Familienehre, weil Iptehal ein zu westliches Leben geführt habe. Im Januar 2010 wird ihr Cousin Ezzedin zu 14 Jahren Haft verurteilt. Nun beginnt am 15. März die Hauptverhandlung gegen die übrigen Familienmitglieder, die an der Tat beteiligt gewesen sein sollen. Weiterlesen

Gerichtsbeobachtungen zum 3. Prozesstag gegen Fendi Özmen

Landgericht Detmold - Serap Cileli 
Am ersten Verhandlungstag wurden u.a. zwei Zeugen gehört, die kurze Zeit mit Elvis Özmen in Haft saßen. Bei dem ersten Zeugen K. handelte es sich um einen entfernten Verwandten, der gegenüber der Polizei umfangreiche Aussagen gemacht hatte und Details berichten konnte, die von den Medien zu keinem Zeitpunkt veröffentlicht worden sind. Wie bereits im ersten Prozess gegen die Geschwister Arzus, konnte sich der Zeuge nunmehr auch im aktuellen Prozess gegen den Vater an nichts mehr erinnern bzw. meinte, er habe sich alles nur ausgedacht. Weiterlesen